Drei Könige, die Mediatoren und interkulturelle Vermittler

Kallebasse-Kenia-DreiKönige
Kallebasse aus Kenia mit der Darstellung der Heiligen Drei Könige, die dem Jesus- oder Christkind in der Krippe ihre Geschenke bringen: Gold, Weihrauch und Myrrhe

Der Feiertag „Heilige Drei Könige“, die Begegnung der sogenannten „Drei Könige“ am „Dreikönigstag“ bedeutet mir viel. Er steht für die friedliche Koexistenz der unterschiedlichen religiösen und kulturellen Vorstellungen. Die drei Könige sind Mediatoren oder mediativ wirkende Persönlichkeiten, Vermittler zwischen den Kulturen und Friedensbotschafter. Der Dreikönigstag zeigt damit jedes Jahr, dass der Dialog eine fortwährende Notwendigkeit ist. Die Kinder als die Zukunft der Menschheit geben uns die Motivation zum Dialog. Konflikte verlangen von uns einen verantwortungsvollen Umgang. Denn in vielen Ländern der Welt gehen ganze Generationen an Kindern verloren, in dem sie nichts kennen außer Gewalt, Krieg, Verrohung. In diese Regionen müssen wir investieren: nicht Waffen und Ausbeutung, sondern Zukunft, Hoffnung, Chancen. Die Drei Könige, ob heilig oder auch nicht, weisen einen Weg.

In katholischen Gegenden gehen Kinder in einem Brauch aus dem 16. Jahrhundert als die sogenannten Sternsinger von Tür zu Tür, als die Heiligen Drei Könige verkleidet. An die Haus- oder Wohnungstür schreiben sie:

20*C+M+B*18
„Christus mansionem benedicat
– Christus segne dieses Haus“

Ich wünsche allen Kindern der Welt dieselbe Chance: Schokolade für sich und Geld für gute Zwecke sammeln; statt als Kindersoldaten missbraucht zu werden, in Minen für westlichen Reichtum zu arbeiten oder schlicht als menschlicher Schutzschild her zu halten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute ein friedlich gesinntes Jahr 2018 – gehen wir wieder und wieder in den Dialog!

Ihr Jochen Waibel